Gründung des Trägervereins

Die Telefonseelsorge Nordschwarzwald wurde 1972 als ökumenische Einrichtung der Pforzheimer Kirchengemeinde gegründet. Träger war die ACG (Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden). Das notwendige Entscheidungsgremium war der Beirat, in den Vertreter der christlichen Gemeinden und der Telefonseelsorge berufen wurden.

1995 wurde bundesweit die kostenfreie Rufnummer 0800/1110111 bzw. 0800/1110222 für die Telefonseelsorge der Telekom eingeführt. Mit der Einführung war eine Regionalisierung des Netzes verbunden, so dass jedes Ortsnetz bundesweit einer TS-Stelle zugeordnet wurde. Seither betreut unsere Telefonseelsorge fast den gesamten Bereich Nordschwarzwald und südlicher Kraichgau.

Schon bald nach der Regionalisierung kam die Idee auf, die Dekanate im Einzugsbereich der TS Nordschwarzwald an der Organisation der TS zu beteiligen und die Trägerschaft für die TS von Pforzheim auf die Region zu erweitern. Es war geplant, einen Trägerverein zu gründen, an dem sich alle Dekanate im Einzugsbereich der TS Nordschwarzwald beteiligen sollten. Dieser Plan erwies sich zunächst vor allem in Bezug auf die Finanzen, als schwer durchführbar, so dass die weiteren Planungen zunächst zurückgestellt wurden.

Dank der Unterstützung durch den ehemaligen Calwer Dekan Dieterich, den langjährigen Vorsitzenden des Freundeskreises der Telefonseelsorge, und seines Amtnachfolgers Dekan Hartmann konnten die Planungen für die Gründung eines Trägervereins im Jahre 2006 erneut aufgenommen werden. Nach verschiedenen Vorgesprächen fand im Sept.2007 eine erste Informationsveranstaltung statt, bei der fast alle Dekanate im Einzugsbereich der TS Nordschwarzwald vertreten waren.

Bei dieser Veranstaltung bestand im Wesentlichen Einigkeit über die Vereinsgründung und die Grundzüge der Satzung. Nach Stellungnahmen der Landeskirchen und Vorlage des Haushaltsplanes sowie Klärung der satzungsmäßigen Bestimmungen über die Wahl des Leiters der Telefonseelsorge fand Febr.2008 eine weitere Versammlung der künftigen Vereinsmitglieder statt.

In dieser Versammlung wurde beschlossen, zur Vorbereitung der Vereinsgründung eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern aus jeweils einem Dekanat der vier beteiligten Kirchen (badisch-evang., württembg.-evang., der Erzdiözese Freiburg, der Diözese Rottenburg-Stuttgart) und der TS zu bilden.

Die Arbeitsgruppe nahm unmittelbar danach ihre Beratungen auf. In mehreren Sitzungen gelang es, sich über Haushaltsentwürfe und die künftige Finanzplanung zu einigen, insbesondere die Frage sich klären, in welchem Umfang die Vereinsmitglieder sich künftig an den Kosten der TS zu beteiligen haben.

Nach Vorlage eines Abschlussberichts der Arbeitsgruppe beschloss eine Versammlung am 15.10.08 endgültig die Gründung des Trägervereins, entschied über die Vereinssatzung und wählte einen vorläufigen Vorstand unter Vorsitz von Pfarrer Gölz-Eisinger. Der Verein wurde vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Der Eintrag in das Vereinsregister ist beantragt.

Der Verein konnte zu 1.1.2009 seine Arbeit aufnehmen. Seine Aufgabe ist es, die Telefonseelsorge Nordschwarzwald zu betreiben und zu unterhalten, vor allem die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Da alle evangelischen und katholischen Dekanate im Einzugsbereich der TS und einige Pforzheimer Freikirchen Mitglied geworden sind, ist langfristig der Erhalt der TS Nordschwarzwald gesichert. Zugleich wird die Arbeit der TS in weitergehendem Umfang als bisher institutionalisiert. Um die TS mit den einzelnen Dekananten stärker zu vernetzen, ist vorgesehen, für jedes Dekanat einen Ansprechpartner zu bestellen. Der Vorstand besteht aus vier Vertretern der Mitglieder, zwei Ehrenamtlichen der TS und dem Leiter der TS, so dass die Interessen der TS ausreichend eingebracht werden können.

Möge der Verein die gute Arbeit des Beirats der ACG fortsetzen und seinen Teil zum Gedeihen der Telefonseelsorge Nordschwarzwald beitragen.

 


Dekan Ihle (Pforzheim) und Pfarrer Löffler (KBZ Neuenbürg) bei der Unterzeichnung der Vereinssatzung unter der Aufsicht von Dekan i. R. Dieterich und Pfarrer Müller